Hygropeter - Hann.Münden 1997-2000 / EXPO 2000


Mit diesem Objekt wird ein nahezu immaterieller Aspekt des Wassers sichtbar gemacht, die Luftfeuchtigkeit. An einer 10 m hohen Halbsäule aus Edelstahl sind vier baugleiche luftfeuchtig-keitsempfindliche Windobjekte gelagert. Die Zeiger dieser Elemente werden durch feuchtig-keitsempfindliche Schnüre bewegt, welche die Objekte um-spannen. Die roten Zeiger können Positionen zwischen senkrecht ( trocken ) und waagerecht ( feucht ) einnehmen. Die Stellung der Zeiger addieren sich zu einem Ornament der Serie, welches ab-hängig ist von der aktuellen Luftfeuchtigkeit. Sind es oben die roten Rechtecke, so wird in Augenhöhe der aktuelle Luftfeuchtigkeitszu-stand durch die unterste Reihe blauer Leuchtdioden sichtbar ge-macht. Wie in den Mechaniken oben, ist das veränderliche Element ein luftfeuchtig-keitsempfindliches Fadenbündel, welches über eine Rolle gelegt, die Längenänderung in eine Drehbewegung übersetzt. Ein Potentiometer wandelt diesen mechanischen Wert in einen elektronischen um. Dieser Wert wird zu Beginn jeder Stunde erneuert und bildet die unterste Zeile des Leucht-diodenbildes, die anderen Zeilen rücken dann alle eine Zeile höher ( 1 Punkt einer Zeile leuchtet = trocken; alle Punkte einer Zeile leuchten = feucht ) Dadurch ergibt sich im Tages-Nachtverlauf ein Bild, das abhängig ist von den jeweiligen Luftfeuchtigkeitszuständen. Die 24 Zeilen der LED-Anzeige addieren sich zu einem Bild, welches aus Meßwerten der letzten 24 Stunden besteht. Das Löffelwindrad in 10 m Höhe ist ein Bild für die umhersausenden Luftmoleküle.
Material:

Edelstahl / Luftfeuchtigkeits empfindliche Fadenbündel

Bauherr : Stadt Hann. Münden, 34346Hann.Münden
Rahmenplanung

BSF, Schwerin

Beteiligte Künstler
am Projekt
Wasserspuren

A. Bosshard, Zürich ( CH), H. Dreiseitl, Überlingen
D. Heisig, Hannover, H.W. undJ.Kalkmann, Bodenburg
W. Roßdeutscher, Sohlen, U. Westerfrölke, Köttelbach

Begleitforschung

Prof. D. Ipsen / A. Wehrle, GHK Kassel

Moderation

Prof. H.G. Burkhard, PPL Hamburg