Sunseeker - Grevenbroich-1998



Die Halle der Sparkasse ist ein lichtdurchfluteter Raum von 10 m Höhe.
Mit Hilfe eines Motors und einer außenlicht-empfindlichen Steuerung wird das an der Mero-Konstruktion aufgehängte Mobile im Raum per Zufall bewegt. Das Mobile besteht aus flächigen Elementen, die sich um ihre Aufhängung drehen können. Dies ermöglicht die größte Bandbreite, Raum zum aktivieren. Sieht man z.B. die Scheiben in Längsrichtung, erscheinen diese nur wie ein Strich. Der rote Farb-klecks" akzentuiert den dezent gehaltenen Raum. In den aufge-hängten Elementen sind Solarmodule integriert, die den Strom für kleine Propeller liefern können, bzw. selber als Propeller geformt sind.

Die Situation, dass Stellung des Mobiles mit einfallende Sonnen-strahlen zusammentreffen, ist selten. Zudem ist dieser Moment dann auch nur sehr kurz, da diese Sonnenstrahlen in den Modulen Strom erzeugen und damit die Propeller aktivieren. Somit dreht sich das Mobile praktisch im selben Moment wieder aus dem Licht heraus und die Suche beginnt von neuem.

Diese paradoxe Situation, dass die Bestimmung des Sunseeker Licht zu suchen, gepaart ist mit seiner Eigenschaft, durch das Licht aus diesem wieder herausbewegt zu werden, schafft einen Spannungsbogen zwischen Licht, dem Mobile und dem betrachtenden Menschen.

Bauherr : Sparkasse Neuss
Konzept und Ausführung :

U. Westerfrölke, Köttelbach

Entwicklung Steuerung:

Ing. Büro R. Pich, Schnega

Architekturbüro:

Lenze und Partner, Grevenbroich