Schloßbrunnen Bayreuth 1997 - 1999





Die Raumkanten des Luitpoldplatzes bilden die ca. 50m langen Fassaden von Schloßgalerie und Schloß mit seinen vorgelagerten neuen Terrassen. Die "Energielinie", ein 70 m langes Edelstahl-Glasfaserlicht-band, geht über diese Grenzen hinaus. Sie beginnt im Inneren der Schloßgalerie neben der sichtbar gemachten Grundsteinhülse, schneidet das Wasserbecken auf dem Platz, treppt sich über die Beet – und Mauerkante der Terrasse und endet dort im quadratischen Lindenhain. In der Platzfläche eingestreut sind 35 Sensorsteine, die ebenso wie die Energielinie nachts blau leuchten. Geht ein Passant über einen dieser Sensoren, wird dies in einer Veränderung der Wasserstrahlgraphik der 11 Düsenstöcke sichtbar. Mit Düsenklappe auf, zu, Wasser aus und großer Strahl/kleiner Strahl sind 638.668.800 Kombinationen möglich. Das bedeutet: jeder Platzbesucher löst ein nahezu einzigartiges Wasserbild aus. Diese wechselnde Graphik wird vom gleichmäßigen Bewegungsrhythmus des Fliegers begleitet. Die 12 Elemente ( 11 Düsen und der Flieger ) werden zu jeder vollen Stunde zudem als Uhr genutzt: Zuerst zeigt die pneumatisch gesteuerte Anlage "was sie alles kann". Nach einigen Minuten Kakophonie wird erst alles Wasser abgestellt, dann wird mit der Anzahl der eingeschalteten Düsenstrahlen die Uhrzeit angezeigt. Daraufhin schalten alle Düsenstöcke auf : "kein Wasserbild", bis ein Platzbesucher beim Überschreiten eines Sensorsteines die Anlage wieder aktiviert.Der Mensch tritt in Wechselwirkung mit seiner Umwelt und verändert durch seine bloße Anwesenheit den Raum.

Bauherr : EVO – Bayreuth
Konzept:

Ulrich Westerfrölke, Köttelbach

Entwicklung, Ausführung Düsenstöcke und Flieger:

Ulrich Westerfrölke, Köttelbach

Programmierung der Steuerung, technische Betreuung:

Ing. Büro Robert Pich / Schnega

Wassertechnik:

Aquaform / Langen

Platzgestaltung und Planung des Beckens: AGS / München
Licht: Licht im Raum / Düsseldorf